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Seelenstein
Blackdragon
#1 Beitrag drucken
Geschrieben am 17-07-2010 18:37
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Beiträge: 167
Registriert seit: 26.10.09

Seelenstein vom 30.06.2007 16:14

Seelenstein

Sanft strich er mit seiner rechten Hand, durch das hohe Gras und sah sich die Tierspuren genauer an. Sie stammten von einem Reh. Nicht weit entfernt waren vereinzelte Bluttropfen zu sehen. Der Pfeil hatte das Reh getroffen, aber nicht tödlich verletzt. Er hob den Kopf und einzelne lange, schwarze Strähnen fielen in sein Gesicht. Seine blauen Augen blickten sich vorsichtig in der Dunkelheit um. Er hob seinen Bogen auf und legte den Pfeil in die Sehne. „Verdammt“, fluchte er leise und stand auf. Er wichste sich den Dreck von seiner Stoffhose und seufzte. Schon seit drei Tagen war auf der Jagd und hatte nichts gefangen. Vor wenigen Stunden sah er eine kleine Rehgruppe, die er in der Nähe von einem kleinen Wasserfall graste. Seitdem war er innen auf der Spur. Eines hatte er schon verletzt, aber es zog mit seiner Herde weiter. Deswegen war Sefiro gezwungen der kleinen Gruppe zufolgen, obwohl in sein knurrender Magen zur Umkehr zwingen wollte. Doch Sefiro blieb hartnäckig! Er sah sich um und suchte den kleinen, verschlungen Pfad, auf dem er die kleine Gruppe der Rehe verfolgte. Sefiro blickte nach unten. Der Steile Abhang war ein Loch aus Dunkelheit und das Rauschen eines Baches war zu hören, der sich dort unten befand. Sefiro hob seinen Blick und sah hinauf zum Mond. Der Sichelartige Stern ließ sein geheimnisvolles Licht auf das Land herab. Sefiro seufzte und strich sanft über seinen Bogen. Der Pfeil lag immer noch in seiner Sehne.
Auf einer kleinen Wiese fand Sefiro die Rehgruppe. Sie lagen in einem engen Kreis zusammen und schliefen seelenruhig. Sefiro erspähte das verletzte Reh. Es lag etwas abseits von der Herde und leckte sich seine Wunden. Endlich hab ich dich, dachte sich Sefiro freudig und grinste. Er schlich sich durch das Gebüsch und achtete dabei darauf, keinen Lärm zu machen. Sefiro blieb hinter einen Baum stehen, von dem aus er ein gutes Blickfeld hatte. Er zog die Bogensehne zurück und zielte auf das Verletzte Reh. Er ließ die Sehne los und der Pfeil flog direkt auf das Reh zu.

Ashira runzelte die Stirn. Sie sah in den Silbernen Wasserspiegel, und ihre Bernsteinfarbenen Augen spiegelten Ungewissheit darin. Ihre Schulterlangen, silberblonden Haare fielen auf ihre Schultern. Sie seufzte. Sie drehte sich um streifte ihre dunkelgrüne Robe, die aus Seide bestand straf. Sie ging zu eine riesigen Spiegel, der an der Wand aus Marmor hang. Sie nahm den Handkamm aus Korallenstein und fuhr sich damit durchs Haar. Noch ein letztes Mal betrachtet sie ihr Aussehen im Spiegel, bevor sie den Kamm weglegte und ihr Zimmer verließ. Sie ging durch einige der viele Gänge, die aus Marmor bestand und in den man sich gerne verlief. Vor einer riesigen Flügeltüre blieb sie stehen. Die Türe war mit Gold, Silber und Bronze verziert und acht Männer standen davor, und schoben Wache. „Lass mich bitte zur Königin“, befahl sie und einer der Wachen nickte. Ashira trat an den Wachen vorbei und presste ihre rechte Hand, gegen den rechten Türflügel. Sie senkte den Kopf und schloss die Augen. Sie begann leise Wörter zu murmeln und aus ihrer rechten Handfläche begann ein grelles Licht zu leuchten. Das Licht umhüllte die Golden Türe und leise Knacken war zu hören. Ashira senkte ihre Hand wieder, hob den Kopf und öffnete ihre Lider. Das Licht verblasste langsam und die Tür schwang sich wie vor Geisterhand auf. Ashira nickte den Soldaten zu, und schritt durch die Tür.
Das helle Licht der Sonne begrüßte Ashira, als sie den Thronsaal betrat. Die Tür fiel geräuschvoll ins Schloss und Ashira sah zu der Decke aus Glas hinauf, durch das Licht der Sonne drang. Ashira blickte sich in der Halle um. Eine riesige Wiese erstreckte sich links und rechts neben ihr und Blumen aller Art blühten darauf. Der Thron stand am Ende des Saales und war mit wilden Efeuranken übersäht. Ashira lächelte. Die Königin kniete mit den Rücken zu Ashira, und betrachtet eine pechschwarze Rose. Ihre langen dunkelblonden Haare fielen ihr wie ein Wasserfall über den Rücken. Sie trug ein Kleid aus grüner Seide, auf dem schwarze Runen zu sehen waren. „K….Königin Chia?“. Chia zuckte zusammen und drehte ihren Kopf um. Ihre braunen Augen sahen Ashira überraschend an. „Oh. Du bist schon fertig?“, fragte sie und stand auf. Ashira nickte. „Gut. Dann sag mir was du gesehen hast“. Ashira nickte. „Als ich in den Traumspiegel sah, erblickte ich in riesiges Gebirge vor mir. Die Gipfel waren mit weißem Schnee bedeckt, die bis in den Himmel ragten. Eine Kreatur, die ich noch nie gesehen oder davon gelesen habe, flog immer wieder Kreise um das Gebirge. Dann verblasste das Gebirgsbild und der Spiegelte zeigte mir einen magischen Wald. Blasses Licht fiel immer wieder durch das Blätterdach, der Wind trug weißen Sand durch den Wald und die Tiere benahmen sich geheimnisvoll. Das Bild verblasst wieder und an seine Stelle eine Festung aus Schwarzen Stein. Dann zeigte er mir das innere der Festung und dann einen Raum. In dem Raum war ein Kamin in dem ein grünes Feuer brannte. Ein Mann saß in einen Ohrensessel, der vor dem Kamin stand und hielt ein Weinglas in der Hand. Gerade als der Mann einen Schluck aus seinen Glas nehmen wollte, klopfte es. „Herein“, rief er und die Tür wurde aufgerissen. Aus dem Schatten der Türe trat eine breit gebaute, hoch gewachsene Gestalt, die durch einen Schwarzen Umhang verdeckt wurde und eine Kapuze ins Gesicht gezogen hatte. „Was willst du? Hast du den Auftrag erledigt?“, fragte der Mann und stellte seine Glas auf einen kleinen Tisch ab. Die Kreatur brummte etwas unverständliches, dass der Mann aber als Antwort auf seine Frage verstand. „Gut. Aber das nächste Mal richte nicht wieder so ein Massaker an! Wenn jemand erfährt das ich meine eigenen Söldner töte, dann häng ich am Galgen, kapiert!“. Die Kreatur zog die Kapuze zurück und entblößte sein Gesicht. Er hatte das Gesicht eines Tigers! Die weißen Schnurrhaare kringelten sich am Ende zusammen und streichelten das orange-schwarze Fell. „Ich haben meinen Auftrag erledigt! Und jetzt erlöst mich von meinen Fluch!“, befahl der Tiger-Mensch und funkelte, aus seinen schwarzen Augen, den Mann wütend an. Der Mann lachte und stand auf. „Glaubst du wirklich das war der einzige Auftrag, den ich für dich habe?“. Er blieb vor dem Kamin stehen und beobachtete das Feuer. „Was?! Ich habt mir versprochen das ihr mich gehen lässt, sobald ich diesen Auftrag erledigt habe!“. „Ja, aber ich habe nicht gesagt das der Auftrag aus mehreren Teilen besteht“, antwortet der Mann und grinste. Der Tiger-Mensch schluckte. „Was soll ich tun?“. Der Mann drehte sich zu dem Tiger-Mensch um. „Ich will das du in das Land der Elfen reist, und mir ihren Seelenstein holst, verstanden!?“. Der Tiger-Menschen verbeugte sich. „Ja. Mein Meister“. Dann verschwand er aus dem Zimmer und das Bild verblasste“. So beendete Ashira ihren Bericht und die Königin sah sie fassungslos an. Das Gehört versetzte ihr einen Schock, der sie schwer erschütterte. „W….Wann hast du das Bild erfasst?“. „Vor zwei Stunden, wieso fragt ihr?“, fragte Ashira neugierig und verstand nicht was Chia meinte. Die Königin murmelt etwas unverständliches, und bald darauf schoss eine schneeweiße Taube, durch ein Fenster der Glasdecke und landete auf Königin Chias rechte Schulter. „Das ist Maja. Das was du mir gerade erzählt hast, berichtete sie mir von acht Tagen“. Ashira schluckte. „D…Dann könnte der Tiger-Menschen jeden Augenblick in eurer Burg auftauchen!“. Chia nickte und ging auf Ashira zu. Sie legte ihre Hände auf ihre Schulter und lächelte sie gequält an. „Ashira. Ich vertraue dir, und deswegen wird ich dich mit Maja und den Seelenstein fortschicken, um ihn zu schützten. Bring ihn in das Land der Menschen. Dort wird er für eine Weile sicher sein. Versprich mir das du sofort aufbrichst!“. Ashira sah ihre Königin erstaunt an. Wieso vertraute die Königin gerade IHR den letzten Seelenstein an, und nicht einen der Zirkelmagier. Doch Ashira konnte nicht ablehnen. Wenn sie nein sagte, musste sie mit ewiger Feindseligkeit der Königin rechen. Ashira seufzte. „Ja. Ich verspreche es“.

Der Pfeil sprang aus der Sehne und schoss auf das Reh zu. Der Pfeil zielte auf den Nacken und….traf. Das Tier kippte zur Seite, und sein Herz hörte auf zu schlagen. Volltreffer!, dachte Sefiro und lächelte freudig. Er sprang aus seinen Versteck und rannte auf das Reh zu. Er kniete sich neben den toten Körper des Tieres und zog den Pfeil sanft heraus. Er wischte das Blut im Gras ab, und steckte den Pfeil in seinen Rucksack. Er hob das Reh hoch, warf es sich über die rechte Schulter und verschwand wieder im Wald.
Das Gewicht des Rehs drückte Sefiro schwer auf die Schultern. Oft musste er eine Pause einlegen, damit er nicht zusammen brach. Der Mond versank und die Sonnen begann ihr Licht über das Land zu schicken, als Sefiro schon von weiten eine kleine Rauchfahne sah, die sich zum Himmel hinauf schlängelte. Sefiro seufzte erleichtert. In wenigen Minuten war er Zuhause, wo er ihn Ruhe ausschlafen und essen konnte. „He Sefiro? Diesmal war die Jagd ja erfolgreich! War das Vieh schon tot als du es gefunden hast?“, rief jemand und Sefiro drehte sich um. Hinter ihm stand ein Junge im selben Alter. Er hielt eine Angeln in der rechten Hand und auf dem Rücken trug er einen schwarzen Flechtkorb, in dem tote Fische lagen. Oh ne! Der hat mir gerade noch gefehlt!, dachte Sefiro verzweifelt und lächelte den Fischer kalt an. „Und deine Fische sind dir vor die Füße geflogen, richtig?“. Der Fischer lachte. „Dadurch würde das Fischen bestimmt leichter werden, genau wie deine Jägerei“. Sefiro grinste. „Aber dann wäre es keine Herausforderung mehr, wenn es so einfach wäre“. Der Fischer nickte. „Aber jetzt Thema wechseln: Hast du irgendetwas von einen Tiger-Mensch gehört, der sich angeblich im Wald verstecken“. Sefiro verneinte. „Gut. Also noch viel Spaß beim Bogenschießen“. Der Fischer winkte Sefiro zu und ging vorsichtig, einen Hügel hinab, vor dem sich ein riesiger See erstreckte, der im Licht der Sonne glitzerte. Sefiro lächelte sanft bei diesem Anblick. Der See gefiel ihn besonders, wenn die Sonnen in zum glitzern brachte, aber er war auch froh das sein Vater kein Fischer war. Denn Sefiro hatte schon, seit er ein kleines Kind war, Angst vor tiefen Quellen. Deswegen dauerten seine Streifzüge im Wald immer länger, als bei den anderen Jägern, weil er von den Pfaden abwich, die einen Blick auf den See zeigten und dafür durch das Unterholz kroch. Der Duft des Fleisches wurde immer stärker und Sefiro beschleunigte seinen Schritt, obwohl in das Gewicht des Rehs auf seinen Schultern drückte, und seine Füße taten ihn so weh, das er bei jeden Schritt die Zähne zusammenpresste.
Ein kleines Dorf kam ihn sicht, das von Holzpalisaden geschützt war. Riesige Felder bildeten, die außerhalb des Dorfes lagen, bildeten einen zusätzlichen Kreis um die Palisaden. Die Bauern pflügten sie oder sie schnitten, mit ihren Sicheln, ihre Ernte. Die Häuser bestanden aus einfachem Holz und die Dächer waren mit Stroh bedeckt. Sefiro seufzte erleichtert, als er den Metzger am Brunnen stehen sah, und einen Eimer voll Wasser herauszog. „He!“, rief Sefiro und winkte den Metzger zu. Der Metzger drehte sich fragend um sah Sefiro erstaunt an, als er ihm das Reh vor die Füße legte. „Das Reh ist seit einen halben Tag tot, es ist sehr schwer und wurde von keinen Krankheiten befallen, wie viel gibt’s du mir dafür?“, fragte Sefiro aufgeregt. Der Metzger stellte den Eimer vor Sefiros Füße und deute ihn an, dass er ihn aufheben sollte. Der Metzger war sich das Reh über die linke Schulter, und Sefiro folgte ihn.
Der Metzger legte das Reh auf seinen Schlachttisch und warf die restlichen Knockenstücke auf den Steinboden, auf denen Knochenmehl schon lag. „So, dann sehen wir uns mal deinen Fang an“, sagte der Metzger und zog ein Messer aus einer Schublade, und begann das Reh aufzuschlitzen. Der Metzger nahm die Innereien raus, und legte sie in eine kleine Tonschüssel. Der Metzger schnitt vorsichtig, mit dem Messer, in das Fleisch und sah es sich an. Sein Gesicht wirkte zufrieden. „Ich geb dir 15 Silbermünzen“, war die Antwort und der Metzger sah Sefiro fragend an. Sefiro nickte. Eigentlich wollte er mehr für das Reh, aber mit den Metzger zu verhandeln, war wie als man würde einen Löwen überreden kein Fleisch mehr zu fressen. Der Metzger zog aus seiner blutbefleckten Schürze, ein paar Silberstücke heraus und gab sie Sefiro. „Danke“. Halsabschneider! Das Reh war doppelt so viel wert, dachte sie Sefiro wütend, als er aus dem Laden heraus kam.
Sefiro fluchte leise vor sich hin, während er auf der Straße nach Hause ging. Er blieb vor einen Haus stehen, des Holz besonders hell war, und sich von den anderen Häuser im Dorf leichter unterscheiden ließ. Sefiro holte tief Luft, bevor er die Tür aufschwang und das Haus betrat. Die Wärme des Feuers, das in den kleinen Kamin loderte, schlug Sefiro entgegen und der Duft von Eintopf, der über der Feuerstellte brodelte. Sefiro sah sich fragend um. Nichts. Sind bestimmt alle auf dem Feld, dachte sich Sefiro und steuerte auf den Kessel zu. Er nahm sich eine Schüssel voll Eintopf und setzte vor den niedrigen Holztisch und aß. Nach dem er fertig war, musste er gähnen und die Müdigkeit zeigte sich wieder. Sefiro stand auf und ging durch eine kleine Tür, in dessen Raum drei Betten standen. Er legte sich in das erste, was er erspähte und schlief sofort ein.

Der warme Wüstenwind wehte ihr immer und immer wieder ins Gesicht. Obwohl Ashira einen Stoff als Gesichtschutz hatte, fanden die kleinen Sandkörner doch immer einen Weg dadurch. Ihr Schimmel sankt immer wieder bis in die Knie in den Wüstensand ein, und scharrte dann aufgeregt mit den Hufen. Ashira seufzte und blickte sich um. Der Elfenwald war nur noch ein kleiner, schwarzer Punkt in ihren Augen und vor ihr sah sie schon die Umrisse einer Gebirgskette, dessen Gipfel sich bis in den Himmel erstreckten. Ashira streichelte den Schimmel sanft über den Hals, während der schnaubte und so versuchte, den Wüstensand aus seinen Nüstern zu bekommen. „Bald haben wir die Wüste hinter uns“, sagte Ashira und sah hinauf in den Himmel. Das Strahlende Blau stach ihr immer wieder in die Augen und die Wärme der Sonne war unerträglich. Plötzlich hörte Ashira sanft Flügelschläge und sie musste lächeln. Sie drehte ihren Kopf um und Maja kam auf sie zu geflogen. Sie hielt in ihren Schnabel einen kleinen Wasserschlauch. Der Vogel landete auf ihrer rechten Schulter und hielt ihr den Wasserschlauch hin. „Danke Maja. Du bist ein Schatz“, sagte Ashira freudig und streichelte der Taube über den Kopf. Die Taube blinzelte Ashira freundlich an, und flog wieder weg. Ashira sah ihr eine Weile, lächelnd hinterher, bevor sie wieder den Blick zur der Gebirgskette wandte.
Die Sonne verschwand, und der Mond nahm ihren Platz ein. Ashira saß vor einen kleinen Lagerfeuer, das sie in der nähe einer Oase entzündete hatte und ihr Pferd genüsslich, aus ihrem See trank. Ashira hatte ihr Knie angezogen, und ihre Arme darauf gestützt. Obwohl das Lagerfeuer Ashira wärmte, war ihr trotzdem kalt. Immer wieder zog sich eine kalte Gänsehaut über ihren Körper, und ließ sie immer wieder frösteln. Kein Schwein hat mir gesagt das es in der Wüste so kalt werden kann!; dachte sich Ashira wütend und nieste. Ashira lehnte sich an einen Stein zurück, und sah hinauf in den Sternenklaren Himmel. Sie entdeckte das Sternenbilde des Favors, einer der größten Magier den es je gab. Ashira wünschte sich nicht sehnlicheres, als das sie eines Tages seinen Platz ein würde. Doch dafür würde sie bestimmt nicht genommen. Ihre Magischen Fähigkeiten waren nur mittelmäßig, und deswegen hatte sie die Hoffnung fast schon aufgegeben. Plötzlich fiel ihr etwas Schweres auf den Kopf. Sie sprang sofort auf und schrie, vor Schreck. Ashira drehte sich um und sah, das es ihr Rucksack war, den sie auf den Kopf bekommen hat. Sie hatte den Rucksack auf den Stein abgestellte, so das sie ihn im Augen behallten konnte. Der Stein!; schoss es Ashira plötzlich durch den Kopf und öffnete geschickt die Schnalle des Rucksackes. Sie seufzte erleichterte auf. Der Fall hatte nur ein paar Essensvorräte zugesetzt, aber den Stein war nicht passiert. Trotzdem sah sich Ashira den Stein genaueres. Es konnte vielleicht doch ein kleiner Sprung entstanden sein. Sie strich mit ihrer rechten Hand sanft über die glatt polierte, rose Fläche. Mich würde gerne interessieren wie sie den Stein so glatt poliert haben, fragte sich Ashira in Gedanken und ein lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Sie hielt einen der letzten Seelensteine in der Hand, die es auf der Welt noch gab. Und ihr würde er anvertraut, um ihn vor einem Tiger-Mensch zu schützten. Ashira gähnte und steckte den Stein zurück in den Rucksack um sich zum Schlafen hinzulegen.

Ein freudiger Schrei, schreckte Sefiro aus seinem wohl verdienten schlaf. „SEFIRO!“, rief eine Mädchenstimme und die Tür zum Schlafraum wurde aufgerissen. Ein kleines Mädchen, im Alter von acht Jahre, sprang in Sefiros Bett und umarmte ihn stürmisch. Ihre langen braunen gelockten Haare, fielen über Sefiros Rücken und das Mädchen drückte sich an ihn. „K….Kairiki?!“, sagte Sefiro verwunderte und das Mädchen hob den Kopf, und sah ihn mit ihren braunen Augen glücklich an. „Da bist du ja! Mama und ich haben uns schon sorgen gemacht!“, sagte Kairiki und ließ ihren Bruder los. Sie setzte sich vor ihm und lächelte ihn an. „Was hast du den gefangen?“. Sefiro grinste. „Ich hab ein Reh geschossen. Vom Metzger hab ich dafür 15 Silbermünzen bekommen, obwohl das Vieh viel mehr wert war“. „Ach komm schon! Schmoll nicht! Eines Tages wird er es bereuen, wenn du zum besten Jäger im Dorf wirst!“, sagte Kairiki zielsicher und sprang vom Bett. Sefiro stand ebenfalls auf und begann zu gähnen. „Ich geh zurück zu Mama und sag ihr das du bist, okay?“. Sefiro nickte und Kairiki verschwand aus dem Haus. Sefiro wandte sich zur Waschschüssel und begann sich sein Gesicht zu waschen, wo durch seine Müdigkeit verschwand. Sefiro ging zu einen Fenster und starrte hinaus. Die Menschen eilten an dem Haus vorüber und gingen ihren Pflichten nach. Sefiro seufzte. Ich hoffe dass der Frieden in unsren Dorf bleiben wird, dachte Sefiro besorgt und ihm fiel die Warnung des Fischers wieder ein. Tiger-Menschen gab es nur sehr selten, und soweit Sefiro wusste zeigten sie sich nur wenn der Schattenprinz sie zu Aufträgen schickten, die für die Menschen meistens tödlich waren. Sefiro schluckte und wünschte sich das der Tiger-Mensch nur einer Erfindung war, die sich jemand in Ukais Schankhaus ausgedacht hatte. „Sefiro! Ich hab jemanden mitgebracht!“, rief Kairiki durchs Haus. „Okay! Komme sofort!“. Sefiro warf noch einen letzten Blick aus dem Fenster, bevor er den Raum verließ.

Der letzte Tropfen Wasser rannte ihrer ausgetrockneten Kehle hinunter. Die Schatten der Bäume spendeten ihr kühle, und für eine Zeit lang, fühle sie sich erholt. Ashira hatte die Wüste nun hinter sich gelassen und hoffte, das sie bald ein Dorf erreichte um ihre Vorräte aufzustocken. Ashira sah sich um. Die Bäume bewegten sich sanft im Wind, und die Blumen blühten in all ihrer Farbenpracht. Ashiras Blick streifte weiter hinauf und sie sah die Gebirgskette, des Berge schwarze waren. Ein Schaudern umfiel sie immer wieder, wenn sie die dunklen Berge an starrte. Genau wie in dem Traumspiegel, dachte sich Ashira ängstlich und schluckte. „He! Du da! Gehört der Vogel dir!“. Ashira schreckte zusammen und wandte den Blick zurück auf den Pfad. Vor ihr stand ein Mann mit einer Angel in der rechten Hand, und Maja saß auf seiner linken Schulter. „Oh…Ja“, sagte Ashira schnell und streckte ihre Hand aus. Maja flog von seiner Schulter weg, und landete auf Ashiras Hand. „Wo kommst du eigentlich her?“, fragte der Fischer und kratzte sich am Kopf. Ashira verbeugte sich und ihre Spitzten Ohren stachen durch ihre silberblonden Haare. „Oh? Ein Spitzohr hat seinen Wald verlassen, hast du irgendetwas angestellt?“. „Spitzohr ist so ein abstoßendes Wort. Wir sagen ja auch nicht „Rund Ohr“ zu euch“, sagte Ashira freundlich und lächelte den Fischer an. Den stieg die Zornröte ins Gesicht, aber zeigte seine Wut nicht. „Verzeiht, aber ist hier ein Dorf in der Nähe?“, fragte Ashira schließlich. Der Fischer nickte. „Folge den Pfad und du wirst es bald erreichen…Elfe“. Ashira neigte ihren Kopf erneut. „Danke. Ich hoffe wir sehen uns wieder“. Sie ritt an den Fischer vorbei und folgte den Pfad.
Gegen Abend kam das Dorf in sicht. In vereinzelten Häusern brannte schon Licht, und der Duft gebackenen Brotes flog in Ashiras Richtung. Sofort meldetet sich Ashiras Magen und das Wasser lief ihr ihm Mund zusammen, als sie durch das Palisadentor ritt. Kinder, die auf der Straße spielten, blieben sofort stehen und sah Ashira erstaunt an, als ihre spitzten Ohren zum Vorschein kamen. „Eine Elfe!“, rief eines der Mädchen und starrte Ashira an. Ashira lächelte das Mädchen sanft an und stieg von ihrem Pferd herab. „Ich bin Ashira und wie ist dein Name?“. „Kairiki! Ich heiße Kairiki. Du hast aber ein Schönes Pferd und die Taube ist auch wunderschön! Ich hab noch nie so ein reines Weiß gesehen!“, sagte Kairiki und streichelte Maja über den Kopf. „Wirklich? Gut wenn das so ist, schau ich mal ob ich dir so ein Tier besorgen kann“, sagte Ashira freundlich. „Echt! Das wäre Fabelhaft! Los komm, ich stell dich meinen Bruder vor!“, sagte Kairiki aufgeregt und zog Ashira hinter sich her.
Vor einem Haus, aus hellem Holz blieb Kairiki stehen. „Du wartest hier!“, befahl sie Ashira und sie nickte. Kairiki rannte in das Haus, und bald darauf wurde die Tür aufgerissen und ein Junge starrte Ashira an. Seine blauen Augen spiegelten Verwunderung wieder, und seine schwarzen, langen Haare waren zerzaust. „W...Wer sind sie?“, fragte der Junge vorsichtig. Ashira verbeugte sich. „Ich heiße Ashira. Ich komme aus den Reich der Elfen und suche Proviant“. „Ich heiße Sefiro. W…Was macht den ein Spitz….äh eine Elfe im Reich der Menschen?“, fragte Sefiro vorsichtig und sah Ashira ängstlich an. „Das soll nicht euer Problem sein, aber Kairiki wollte euch mir vorstellen“. Sefiro trat einen Schritt zur Seite und die Elfe trat ein. Kairiki saß auf dem Boden und blätterte durch einen Stapel Pergament. Ashira setzt sich auf einen Stuhl, und sah sich vorsichtig um. So leben als die Menschen, dachte sie sich und war erstaunt, wie man mit so wenigen Dingen leben konnte. „Wo von lebt ihr?“, fragte Ashira plötzlich. Sefiro setzte sich neben seine Schwester. „Wir leben von Ackerbau, Viehzucht, Fischen und Jagen“. „Sefiro ist einer der besten Jäger im Dorf!“, sagte Kairiki freudig und ihre Augen glänzten. Sefiro stieg die Schamröte ins Gesicht. „Kairiki, ich hab dir doch schon hundertmal gesagt das das nicht wahr ist“. Ashira kicherte. Sie erinnerte sich daran wie sie mit ihren Älteren Bruder auch immer solche Streitereien hatte. Wo er wohl jetzt gerade ist?, fragte sich Ashira in Gedanken und blickte aus dem Fenster. Das Licht der Sonne begann schon zu schwächeln und die Häuser warfen lange Schatten. Kairiki folgte ihren Blick und ein Lächeln spielte sich auf ihre Lippen. „Schau Sefiro! Es wird schon Dunkel. Ashira wird wohl heute Nacht bei uns bleiben“. Sefiro nickte und ahnte schon, das Kairiki das so eingefädelt hatte. „Aber erst mach ich was zu Essen. Was willst du den Ashira?“. Ashira schreckte aus ihren Gedanken und starrte Sefiro an. „E…Essen?“, fragte sie vorsichtig. Kairiki nickte. „Ja! Was willst du haben?“. Ashira überlegte. Elfische Kost kannte sie bestimmt nicht, geschweige den das die meisten Elfe hier schon jemals eine Elfe sahen. „Macht einfach was euch beliebt“, sagte sie dann schließlich und lächelte Sefiro an.

Ein mörderischer Schrei hallte durch das Dorf. Ashira, Sefiro und Kairiki schreckte aus ihren Betten hoch. „W…Was ist los?“, fragte Kairiki ängstlich und versteckte sich unter ihrer Decke. „Ich schau nach. Ashira! Pass auf Kairiki auf!“. Ashira wollte schon protestieren, aber Sefiro war schon aus dem Schlafraum verschwunden.
Sefiro rannte aus dem Haus, den Bogen in der Hand und einen Köcher auf den Rücken. Er zog einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn in die Sehne des Bogens. Sefiro sah sich vorsichtig um. Nichts! Kein Geschrei, kein Schatten und keine Geräusche von Schritten. Da hat sich wohl jemand einen kleinen Spaß erlaubt, dachte sich Sefiro verärgert. Er wollte gerade ins Haus zurückgehen, als erneut Geschrei zuhören war. Plötzlich wurden die Türen aufgerissen und die Dorfbewohner sahen verärgert heraus und fluchten. Sefiro griff seinen Bogen fester und versuchte die Richtung des Geschreis auszumachen. Westen!; schoss es Sefiro durch den Kopf und er rannte los.
Sefiro blieb vor dem Brunnen stehen, wo einen widerlichen Anblick sah. Die Leiche das Metzgers lag vor dem Brunnen, die in eine Blutlache getaucht war. Eine Gestalt, die einen schwarzen Kapuzen-Umhang trug, kniete vor der Blutlache und trank daraus. Oh Gott! Wer kann so etwas nur tun?, dachte Sefiro angewidert und zielte mit den Pfeil auf den Hinterkopf, der Gestalt. Er ließ die Sehne los und der Pfeil flog auf ihn zu. Plötzlich stand die dunkle Gestalt auf und drehte sich langsam um. Er hob die rechte Hand, und der Pfeil blieb wenige Zentimeter davor stehen. Er drehte seine Hand und der Pfeil bewegte sich mit. Die Pfeilspitze zeigte nun auf Sefiro. Die Gestalt senkte die Hand und der Pfeil schoss auf Sefiro zu. Sefiro wollte ausweichen, aber seine Beine gehorchten ihm nicht. Der Pfeil war nur noch wenige Millimeter von ihm entfernt, als plötzlich ein Dolch angeflogen kam und den Pfeil in der Mitte spaltete. „Ich hätte dir wohl sagen sollen, das bei den Elfen Frauen und Männer, im Kampf gleichberechtigt sind!“. Sefiro drehte sich um und seufzte erleichtert. Ashira stand hinter ihm und funkelte ihn wütend an. „Der gehört mir!“, sagte sie zischend und ging an Sefiro vorbei. Ashira zog ihr Schwert, das sie um die Hüfte trug. Als sie sich der Gestalt näherte, murmelte sich etwas in einer Sprach, die Sefiro noch nie gehört hatte. Die Gestalt bewegte sich nicht, als Ashira ihr Schwert auf ihn niederfahren ließ. Ein ohrenbetäubender Schrei hallte durch die Nacht und die Gestalt löste sich in tausende von kleinen Funken auf. Ashira grinste. Sie steckte das Schwert zurück in die Scheide und drehte sich um. „Jetzt kann ich wieder zurück“, sagte sie und seufzte erleichtert. Sefiro sah sie fragend an. „W….Was hast du zu ihm gesagt!“, wollte er wissen, aber Ashira schüttelte den Kopf. „Ich habe in mit der Hilfe der Magischen Sprache, vernichtet. Aber ein normaler Mensch versteht nichts davon“. Ashira piff durch die Zähne. Maja landete auf ihrer rechten Schulter, und ihr trabte auf sie zu. Sie schwang sich in den Sattel und sah Sefiro an. „Meine Königin schickte mich aus, um einen Stein zu beschützen. Jetzt wo der Angreifer tot ist, kann ich zurück in mein Reich. Leb wohl, Sefiro“. Ashira trat ihrem Pferd sanft in die Flanken, bevor sie aus dem Dorf, zurück in ihre Heimat ritt.

ENDE
Alles was ich machen kann ist, ich selbst zu sein, wer immer das sein mag

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17/08/2010 20:49
ich schließ mich rehte an, schöne idee

17/08/2010 18:02
Hey, coole Idee mit dem Messi, gefällt mir...

17/07/2010 19:49
Pfft

17/07/2010 14:36
Moin Ich hab mal die PN einstellungen verändert auf 50 Einträge jeweils,aber achtet bitte in Zukunft darauf auch mal etwas zu löschen! In diesem Sinne BD

13/07/2010 20:38
schön das du wieder da bist Grin aber zerflossen sind wir Smile

12/07/2010 09:47
meldet sich zurück, und hofft ihr seid nicht davongeflossen die letzten Tage Grin

24/06/2010 13:04
wünsche allen einen schönen Sommer, bin nun mal 3 Wochen in Urlaub, haltet mir das Forum Sauber, bis dann BD

06/06/2010 20:39
also über mangelnde sonne konnten wir uns ja nun wirklich nicht beklagen Smile

04/06/2010 19:08
Ich wünsche euch allen ein Sonnenreiches WE, und viel Spass

12/05/2010 18:22
ich wünsche allen männern hier, einen ereignisreichen männertag Wink

   
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